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Neckargemünd Aktuell

Bombensplitter im Baugebiet

Wie der regionalen Tageszeitung “Rhein-Neckar-Zeitung” zu entnehmen ist wurden im Neubaugebiet Kleingemünd Bombensplitter aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Experten aus Stuttgart untersuchten das Baugebiet und werden am Montag erneut nach Überresten des Krieges suchen.

Neckargemünd litt seit Weihnachten 1944 immer wieder unter alliierten Luftangriffen, wobei besonders häufig die Eisenbahnbrücke, die Neckargemünd und Kleingemünd verbindet, angegriffen wurde.

Aus den Tagebüchern vom Journalist,  Herrn Dr. Hans Haasemann vom 2. Februar 1945 : “[...] Nachmittags klärte sich das Wetter auf, die Sonne schien. Um 15.45 Uhr stürzten sich fünf oder sieben Tiefflieger auf unsere Eisenbahnbrücke und griffen sie mit Bomben an. Anschließend tobten sie mit ihren Bordwaffen.  [...]” Vom 23. März 1945 : “[...] Heute hat Neckargemünd schwere Angriffe durchgemacht. [...] Um 11.55 Uhr, 12.20 Uhr und 13.05 Uhr griffen Maender-Verbände mit Bombenteppichen, jeweils in mehreren Wellen, die Eisenbahnbrücke an. Der letzte Angriff hatte Erfolg. Die Brücke ist unbenutzbar, ihre Eisenkonstruktion völlig zerstört, das Gitterwerk hängt tief in den Fluss [...]”

Glücklicherweise wurde im Neubaugebiet nur eine Holzkiste voll Metallsplitter gefunden, die vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg gefunden und entfernt wurden. In bis zu 5 Meter Tiefe werden in den nächsten Tagen erneut “Blindgänger” gesucht, jedoch gehen Experten davon aus, dass lediglich Splitter von Weltkriegsbomben, die weiter weg explodiert sind zu finden sein werden.

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