05.10.2011
Kübel, Kosten, Kurzzeitparker – Neckargemünd und das Altstadtkonzept
Es wurde in den letzten Monaten viel geschimpft in Neckargemünd. Ausgangspunkt jeden Ärgers war die lang ersehnte Öffnung des Tunnels, der als Umgehungsstraße zur Altstadtberuhigung dienen sollte. Presse und Bürger ließen sich über die viel zu hohen Kosten und fehlende Effektivität des Tunnels aus. Bürgermeister Althoff sah sich durch niveaufragliche Angriffe in einer lokalen Tageszeitung gezwungen, Stellungnahmen zu schreiben. Sekundengenaue Messungen der Fahrzeit der unterschiedlichen Fahrwege wurden vorgenommen. Nicht zuletzt kam neben zu hohen Kosten und zu langer Bauzeit auch noch eine äußerst unglückliche und überdosierte Ampelschaltungen zu Tage.
Mit einem hohem Bürgerinteresse wird nun die Altstadtberuhigung verfolgt. Horst Althoff ließ inzwischen große Blumenkübel importieren (nach unseren Informationen aus der Schweiz kommend), um Verkehr und Parkende in der Altstadt zu blockieren. Bürgerinnen und Bürger Neckargemünds bemängeln Planungslosigkeit bei den jetzt folgenden Beruhigungsmaßnahmen nach Öffnung des Tunnels. Man ist der Meinung, das hätte viel früher geplant werden können und dies scheinen bloße Reaktionen auf die fehlende erhoffte Altstadtentlastung zu sein. Nun versucht man mit allen Mitteln die Verkehrsberuhigung herbeizuführen und die Autofahrer durch den Neckargemünder Tunnel zu schicken.
Doch auch solange Fahrradfahrer den weniger werdenden Verkehr nutzen, um in verkehrter Fahrtrichtung die Hautpstraße herunter zu fahren, solange sich Autofahrer zwischen den Kübeln durchquetschen, um möglichst wenig zu Fuß gehen zu müssen und solange die Autofahrer die neuen Verkehrsregelungen, insbesondere die Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht einhalten, werden sie damit den Erfolg der Umgehungsstraße und der Verkehrsberuhigung in der Neckargemünder Altstadt minimieren.
Ein adäquates Mittel, um Fahrzeuge von überhöhten Geschwindigkeiten abzuhalten sind die sogenannten Bremsschwellen (auch : Drempel). Als bauliche Erhebung auf der Strasse werden sie vorwiegend in 20er- und 30er-Zonen eingesetzt. Die Kosten für die Bremsschwellen sind gegenüber den bisherigen Kosten für die Maßnahmen der Verkehrsberuhigung nahezu zu vernachlässigen. Sie bilden aber eine effektive Methoden gegen Geschwindigkeitsüberschreitungen. Mindestens eine Bremsschwelle kurz vor dem Neckargemünder Marktplatz könnte den erwünschten Effekt zur Einhaltung der 20er-Zone kostengünstig erwirken.
Interessierte Bürger können an der kommenden, öffentlichen Gemeinderatssitzung am 11. Oktober um 19.00 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses teilnehmen, bei der das Verkehrskonzept ebenfalls in der Tagesordnung berücksichtigt ist. Auch auf der Neckargemünder Facebook-Fanpage wird derzeit über die Maßnahmen innerhalb der Altstadt diskutiert. Werden Sie jetzt auch Fan von Neckargemünd und diskutieren Sie mit : www.facebook.com/neckargemuend.
Ein Kommentar zu “Kübel, Kosten, Kurzzeitparker – Neckargemünd und das Altstadtkonzept”








Tunnel – Verkehrsberuhigung Altstadt
Aus gegenwärtiger Sicht sind Kübel, Fahrbahnmarkierungen, -abgrenzungen etc. hetkische Reaktionen auf ein über Jahre hin verschlafenes Konzept. So lag bereits in den 70-er Jahren ein Verkehrswege- und Stadtmoeblierungskonzept des Planungsbüros Burger/Koenig & Partner (Ladenburg/Heidelberg) vor, welches in der Schublade verschwand und bedauerlicher Weise nicht fortgeschrieben wurde, bzw. dem Vergessen anheimfiel.
Völlig unverständlich ist die Regelung im Bereich der Volksbank/Notpost bis hin zum Hanfmarkt/Roma, welche letztlich einen Stadtteil , d.h. “Mühlrain und Hollmuth” hinsichtlich der An-/Abfahrkeit gravierend beeinträchtigt und daneben kaum zu einem Besuch der Altstadt verführt.
Zu überlegen wäre, ob die Haupt- in Verbindung mit der Neckarstrasse ab dem Hotel Kredell bis zum Stadttor bzw. Parkhaus Menzer-Park fuer den Verkehr generell gesperrt wird – ausgenommen Busverkehr bzw. die Anlieferung bis 11 Uhr vormittags z.B.
Möge der Verwaltung und dem Gemeinderat eine glückliche Weichenstellung bei der morgigen bzw. den folgenden Beratungen gelingen, Neckargemünd hat es verdient.
Mit freundlichen Gruessen
Peter Kayser
(ehemaliges Ratsmitglied)