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Leserbriefe Neckargemünd

Seit Jahren kämpfe ich mit vielen anderen Bürgern für saubere Bahnhöfe in Neckargemünd. Obwohl nun mehr geputzt wird und auch die Papierkörbe ab und zu geleert werden, lassen die hygienischen Zustände immer noch zu wünschen übrig. Beschwerden prallen bei den Bahn-Verantwortlichen trotz zahlreicher Zusagen ab, zudem ist unklar, wer der genaue Verantwortliche für die Themen Sauberkeit, Vandalismusbekämpfung und den Winterdienst rund um die Neckargemünder Bahnhöfe und besonders an den Bahnsteigen ist.

Beim Wintereinbruch am 20./21. Dezember 2011 und der anschließenden Tauperiode herrschten auf den beiden Neckargemünder Bahnhöfen lebensgefährliche Zustände. Die nicht überdachten Zuwege und Bahnsteigbereiche waren am Morgen des 21. Dezember nicht geräumt, kaum oder gar nicht gestreut und so vereist, dass im morgendlichen Berufsverkehr lebensgefährliche Zustände herrschten. Am S-Bahn-Halt Altstadt waren sogar die Bahnsteigkanten vereist, eine große Bedrohung stellten zudem der Zugang und die vereiste Treppe auf Gleis 4 zur fortwährend nach Urin riechenden Unterführung des Neckargemünder Bahnhofs als S-Bahn-Knotenpunkt dar. Dort wäre ich selbst fast schwer gestürzt.

Ich fahre gerne mit der S-Bahn. Als Kunde erwarte ich jedoch bei immer weiter steigenden Fahrpreisen und hohen Managergehältern der DB-Verantwortlichen Pünktlichkeit, Sauberkeit und einen akkuraten Winterdienst, der es besonders Schülern, behinderten und älteren Menschen, aber auch Mütter und Vätern mit kleinen Kindern und Kinderwagen ermöglicht, die Bahn und die Bahnhöfe gefahrlos und angstfrei zu benutzen. Da meine vielen Beschwerden und Aktionen seit fast zehn Jahren keine substanziellen Verbesserungen brachten, habe ich nun wegen der aktuellen Winterdienst-Gefährdung am 21.12.2011 Fotos gemacht und anschließend Strafanzeige gegen die Deutsche Bahn und die Verantwortlichen wegen fahrlässiger Gefährdung von Fahrgästen sowie wegen fahrlässiger Gefährdung des Bahn-Verkehrs gestellt. Denn durch die Bahnhöfe fahren ohne Halt und mit hoher Geschwindigkeit auch Regionalexpresse und viele Güterzüge. Soll erst ein schwerer Unfall passieren, bis etwas geschieht und die Verantwortlichen aufwachen?

Dr. Christian Jung, Neckargemünd

Die Leserbriefe auf Neckar Aktuell sind von engagierten und interessierten Bürgern aus Neckargemünd und Umgebung zu aktuellen Themen verfasst worden. Verantwortlich für den Inhalt der Texte ist der jeweilige Author. Sollten Sie eine Rechtsverletzung oder andere Beanstandungen in den Leserbriefen sehen, so nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf und beachten Sie unsere Datenschutzhinweise und unseren Haftungsausschluß.
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Leserbriefe NeckargemündJetzt ist sie eingeweiht die wenig attraktive „Sparversion“ in Form des Umgehungstunnels. Ich hätte mir statt dessen eine Lösung a la Eurotunnel gewünscht. Dazu hätte es auch keinen neuen 53,7 Mio. € teuren Tunnel gebraucht.

Man hätte am Güterbahnhof eine Verladeanlage gemeinsam mit der Bahn bauen können um die aus Heidelberg kommenden Fahrzeuge am Bahnhof auf die Schiene zu bringen, was ja auch vom Verkehrsministerium gewünscht wird. Als Rückstaubecken für die wartenden Fahrzeuge hätte die Schlierbacher Landstraße, etwa bis zum Karlstor, oder auch bis zur Autobahnauffahrt an der Bergheimer Straße dienen können. Nach der Verladung hätte der Zug dann bis zum Altstadtbahnhof fahren können, bzw. bei entsprechender Länge des Zuges könnten die Fahrzeuge direkt über die Wagons fahren, ohne dass der Zug bewegt werden muss, was die Betriebskosten auf der Seite der Bahn deutlich reduzieren würde. Am Altstadtbahnhof wäre dann ein Fahrstuhl möglich gewesen um die Fahrzeuge wieder einzeln auf Fahrbahnhöhe zu bringen.

In der Gegenrichtung wäre die Dilsberger Straße (K 4200)Richtung Rainbach, bzw. die Wiesenbacher Straße bis Ortseingang Wiesenbach geeignet gewesen. Die dort wartenden Fahrzeuge hätten dann, ebenfalls über den Fahrstuhl, wieder auf die Bahn verladen werden können um dann am Bahnhof die Schiene wieder zu verlassen. Da der Fahrstuhl als Vereinzelungsanlage gedient hätte, würde auch nur ein Gleis ausreichen, so dass die Bahn lediglich auf der Kleingemünder Seite einen Ausweich für den nun nur noch einspurig nutzbaren Schienenstrang hätte bauen müssen.

Die Regelung in welcher Fahrtrichtung der Verkehr gerade zulässig ist, wäre auch ganz einfach gewesen. Bei graden Stundenzahlen dürfen Fahrzeuge in Richtung Heidelberg fahren, bei ungeraden in der entgegen gesetzten Richtung.

Imbissbuden, Kinder-Karusselle, Gartenschachanlagen, Fahrrad- und Kanuverleih, abends ein Autokino, könnten den wartenden Autofahrern die Wartezeit angenehm verkürzen. Auch könnten kleinere Wartungsarbeiten tagsüber an den Fahrzeugen während der Wartezeit durch die ortsansässigen Werkstätten durchgeführt werden. Weitere Arbeitsplätze würden in Form von Einweisern, Securities für die Sicherheit der Wartenden, Psychologen für die Betreuung der Wartenden und last but not least für die Servicetechniker der Anlagen entstehen. Im Sommer wäre auch der Einsatz eines mobilen Krankenhauses durch die Bundeswehr denkbar, da sicherlich viele ältere Reisende in der Hitze kollabieren könnten.

Für diese unstrittige Attraktion könnte man auch berechtigter Weise eine nicht unerhebliche Nutzungsgebühr verlangen, die man dann den Bewohnern der Altstadt zur Verfügung stellen könnte um aus der Altstadt ein Freilichtmuseum zu machen. Sicherlich würde auch jeder Autofahrer die zu erwartende Wartezeit von einigen Stunden bis Tagen angesichts dieser kulturellen Bereicherung gerne in Kauf nehmen. Optional wäre auch noch eine Anbindung an den Schiffsverkehr Richtung Neckarsteinach möglich gewesen, auch hier denke ich an die britische Lösung mittels Hoovercraft-Booten.

Diese deutlich attraktivere Lösung hätte sicherlich Millionen Schaulustiger aus aller Welt nach Neckargemünd geholt. Die Bahn hätte zwar den normalen Schienenverkehr verlegen müssen, aber dann wären diese Kosten nicht an der Stadt und dem Land hängen geblieben.

Ich bin mir ganz sicher, dass die somit eingesparten Millionen Jahrzehnte ausgereicht hätten die Watenden mit attraktiven Rahmenprogrammen und sogar kostenlos zu versorgen, ganz zu schweigen von dem für den Umweltschutz entstehenden Nutzen. Leider waren die Verantwortlichen des Tunnelbaus offensichtlich nicht kreativ genug eine solch zukunftsweisende Vision umzusetzen.

Thomas B., Neckargemünd

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Leserbriefe NeckargemündSehr geehrter Herr Althoff,

derzeit wird mit Hochdruck an der Fertigstellung des Tunnelknotenpunkts gearbeitet. Hierbei kommt es wie allgemein bekannt ist zu starken Verkehrsbehinderungen.

Diese Verkehrsbehinderungen erfordern große Geduld und Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer. Wie weit aber darf diese Rücksichtnahme gehen? Möchte man z.B. als Fußgänger, Fahrradfahrer, Rollstuhlfahrer oder Elternteil mit Kinderwagen zu einer Verkehrs-Stoßzeit die große Kreuzung überqueren, so wird dies zu einem Abenteuer. Das Überqueren ist fast nicht möglich. Autos, soweit das Auge reicht., die die komplette Kreuzung, so wie die “Fußgänger-Ampel” blockieren. Wir alle haben Verständnis dafür, dass die Leute nach Feierabend Heim wollen, den jeder von uns steht wohl ungern im Stau. Aber da gibt es ja noch die Straßenverkehrsordnung, dessen Regeln für Autofahrer und auch andere Verkehrsteilnehmer gilt. Als Fußgänger beim Straße überqueren Slalom laufen müssen, als Rollstuhlfahrer oder Elternteil mit Kinderwagen gar nicht durch kommen können ist auch bei bestem Verständnis nicht zufriedenstellend.

Auch als Autofahrer ist die Situation mehr als unbefriedigend. Nur ein Beispiel: Von der Friedensbrücke kommend und in Richtung Sinsheim fahren wollen erfordert sehr viel Geduld, da meist zum Feierabendverkehr dieKreuzung mit Autos blockiert ist, welche von Heidelberg Richtung Neckargemünder Innenstadt unterwegs sind. Das Resultat ist ein Hubkonzert und genervte Verkehrsteilnehmer. Ein weiterer Knotenpunkt ist die Baustelle am Stadttor. Am gestrigen Donnerstag ereignete sich hier Unfall bei dem zwei Schüler leicht verletzt wurden. Dies ist für mich ein weiteres Indiz dafür, dass die Verkehrsführung an einigen Baustellen unserer schönen Stadt einer besseren Überwachung bedarf.

Selbstverständlich wissen wir alle, dass die Baumaßnahmen zeitlich begrenzt sind, aber der Gesundheit aller Verkehrsteilnehmer zur Liebe schlage ich die Einsetzung von Verkehrspolizisten vor, die den Verkehr an den zwei Knotenpunkten Stadttor & Kreuzung zu den Stoßzeiten regeln.

Mit freundlichem Gruß
Mischa P., Neckargemünd

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